Samstag, 13.6.2009. Früh am Morgen beginnt der Tag für Frank A. Worsley mit dem Transfer in Richtung Basislager bei Fam. Shackelton. Von dort aus wird nach kurzem Auffüllen der Trinkflaschen mit Brottrunk, Apfelsaft und Wasser (in gleichen Teilen) gemeinsam mit Shackelton zum eigentlichen Ort des Geschehens gestartet.
Nach Einweisung in das mitunter strenge Reglement des Veranstalters bzw. der DTU wird entspannt in Richtung Kiesgrube, dem Austragungsort des Schwimmens, aufgebrochen. Pünktlich um um 12:00 legen die Vertreter des Iron Endurance Teams die Nervosität ab und den Neoprenanzug an. Schwimmen kurzerhand, um ein Gefühl für das 17,5°C frische und für uns mit extrem niedrigen Salzgehalt versehene Wasser zu bekommen.
Gemeisam mit rund 45o weiteren Startern beginnt das Abenteuer Triathlon. Schnell wird unser Duo auseinandergerissen und wir verlieren uns in den Weiten der schier endlosen Kiesgrube aus den Augen. Noch weiss keiner wie lange es dauern soll, bis wir wieder zusammenfinden….

Auch wenn uns beiden bekannt ist, dass der kürzeste Weg zwischen zwei Punkten/Bojen die Gerade ist, entscheiden wir uns hin und wieder für spontane, mitunter deutliche Abweichungen vom Kurs.
Da Frank meinem väterlichen Blickfeld entschwunden war, erreiche ich nach 39min alleine wieder festen Boden unter den Füßen. Wie später bekannt wird, schließt sich knapp 10min später Frank an.

Problemlos wird das Rad gefunden, die Wechselzone ordnungsgemäß durchlaufen und die Radstrecke angegangen. Herrlich! Herrlich! Sonnenschein und schöne Landschaft. Jeden Augenblick rechne ich damit, Frank wieder an meiner Seite zu haben. Doch dieser Wunsch wird nicht erfüllt. Mit großen Fragezeichen in den Augen wechsele ich auf die Laufstrecke. Anfangs froh das Rad los zu sein, wünsche ich es mir schnell zurück. Hart wie Packeis stellt sich die Oberschenkemuskulatur dar. Rechte Lauffreude will zunächst nicht aufkommen. 3 Runden a 7km gilt es zu durchlaufen. Bei km 18 neue Erfahrungen für mich. Ein Krampf im rechten Bein, Ober- und Unterschenkel zugleich, verhindern kurzzeitig jegliche Fortbewegung. Eher schleppend gehe ich die letzten Kilometer an. Noch immer keine Infos zu Frank, schon sehe ich ihn gedanklich im Straßengraben oder Schimmer am Grund des Sees…
Doch wie alle Missionen, für deren Leitung ich Verantwortung trage, wird auch hier kein Verlust an Männern zu verzeichnen sein. Unmittelbar vor Zieleinlauf schließt Frank durch eine schier unmögliche Willensstärke auf. 17 Minuten hat er mit der Kraft seiner Beine aufgeholt um mir zur Seite zu stehen. Hierfür verdient er vollste Anerkennung. Nach der standesgemäßen, feierlichen Begrüßung mit Umarmungen laufen wir gemeinsam mit der heldenhaften Zeit von 5 Stunden 53 Minuten und 8 Sekunden über die Ziellinie…


Ein herrlicher Tag. Wer ist beim nächsten Triathon an meiner Seite?
Weitere Bilder: http://picasaweb.google.de/olaf.stoever/25MoretTriathlon#
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